Diese Woche mal keinen Geekkram - sondern ein Spendenaufruf

Beginnen möchte ich diesen Beitrag mit mit dem Zitat einer Fürsprecherin unseres Spendenaufrufes:

Eigentlich finde ich Entwicklungshilfe ja nicht so sonderlich sinnvoll - aber die Idee, Strukturen auf- und auszubauen, um die technische Ausbildung zu fördern halte ich doch für sehr sinnvoll. Und dazu braucht man eben die nötige Technik…

Mein Kollege Julian (@sinnprovinz), macht gerade ein Praktikum in Ibadan (Nigeria) an einer Berufsschule.

Das Vocational Training Center (VTC) in Ibadan (Nigeria) bietet Jugendlichen die Möglichkeit sich in einer zweijährigen Ausbildung im Bereich Mediengestaltung und Drucktechnik zu schulen. Obwohl der Abschluss nicht staatlich anerkannt ist, genießt das VTC einen guten Ruf und verhilft vielen Absolventen zu Jobs in der dort ansässigen Druckindustrie. Das VTC wird hauptsächlich vom nigeriansichen YMCA und dem deutschen CVJM finanziert.
In Zukunft soll der Fokus verstärkt auf den PrePress-Bereich und nun auch auf Webdesign gelegt werden, wobei natürlich vernünftiges Bildmaterial nicht fehlen darf. Die Schule verfügt aus einer Privatspende über eine Canon EOS 400, die auch häufig und gerne eingesetzt wurde, bis das Objektiv seinen Geist aufgab.

Ziel dieser Sammlung ist es ein neues Objektiv zu beschaffen, da die Schule schon genug damit zu kämpfen hat ihren laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten. Zum Vergleich; ein Lehrer verdient hier so um die 100 Euro im Monat.

Auf Empfehlung von @socialbloggerde haben wir unsere Projektwebsite haben wir auf betterplace.org eingerichet. Wir, das sind bisher @sinprovinz, @ralfa, @roitsch, @autopoeit und ich (@jonas28)

Das Widget in der Seiteleiste zeigt den aktuellen Spendenkontostand an: Zur Zeit sind haben wir 22% finanziert. Vielen Dank an alle bisherigen Spender, Fürsprecher und Weitersager!

Wir freuen uns über alle, die uns dabei helfen wollen zu beweisen, dass das Web 2.0 auch wirklich das “social web” ist. Also twittert, retweetet uns und bloggt über unser Vorhaben. Das Widget bekommt man übrigens auch über die Projektseite.

talking to the crowd (via DesignNotes by Michael Surtees » Blog Archive » Talking to the Crowd
)

talking to the crowd (via DesignNotes by Michael Surtees » Blog Archive » Talking to the Crowd

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Delicious verpasste Chance bei der Integration von Twitter

Ohne Twitter geht momentan gar nix. Das haben wir gestern gemerkt. Besonders schön hat es Michael Friedrichs in seinem Beitrag “Serverangriff: DOS-Attacke legt Twitter lahm” auf basicthinking.de beschrieben:

Irgendwie komme ich mir vor, als wenn ich in die Steinzeit des 21. Jahrhunderts zurück versetzt worden wäre. Seit 15.30 Uhr ist das Twitter-Netzwerk nicht mehr erreichbar und ich habe das komische Gefühl, nicht mehr am Puls der Zeit Schlagzeilen zu sein. Ein bisschen hilflos komme ich mir vor, so ganz ohne meine Tweets. Was mir bleibt, sind ein Haufen Lesezeichen, ein überfüllter und schon länger nicht mehr genutzter RSS-Feedreader sowie ein paar Postfächer für meine E-Mail-Accounts. Doch dort herrscht im Vergleich zu meinem Twitter-Konto regelrecht tote Hose.

Während ich persönlich Delicious 2007 extrem viel genutzt habe, ging die Benutzung mit zunehmender Aktivität auf Twitter entsprechend zurück. Meine Inbox bei Delicious habe ich seit Wochen nicht angeschaut. Obwohl dort (wie bei Twitter auch) alle meine Kollegen einen Delicious-Account besitzen.

Anscheinend hat auch Delicious gemerkt, das Twitter eine gewaltige Rolle beim Weitergeben von Links spielt und hat endlich Twitter in den eigenen Dienst integriert. Meines Erachtens aber nur halbherzig.

Natürlich ist es toll auf der neuen Startseite zu den freshest bookmarks auch einige Related Tweets zusehen. Auch kann man jetzt (wie schon gestern gebloggt) Bookmarks aus dem Eingabeformular twittern. Das ist mir einfach nicht radikal bzw. schnell genug. Das Eingabeformular ist leider immer ein bis zwei Klicks entfernt. Warum gibt es nicht einen Twitthis-Button unter jedem Link? Warum bietet der hauseigene URL-Shortener icio.us keine Klick-Statistik, wie zum Beispiel bit.ly oder auch tr.im? Leider muss man sein Twitterpasswort herausrücken, denn komischerweise beinhaltet die Twitterintegration kein OAuth. Ok, ich weiß das sind fast alles Kleinigkeiten, die Delicious natürlich relativ schnell nachliefern könnte.

Jetzt aber zu meinem eigentlichen Anliegen: Twitter eignet sich hervorragend zum Verteilen von Links, zum Speichern ist es meiner Meinung nach aber eher unbrauchbar. Ich habe gerade eben einmal nachgeschaut. Ich habe derzeit fast 1000 Favoriten bei Twitter. Ich fave viele Tweets die Links zu Artikeln beinhalten, die ich später gerne lesen möchte. Oder ich lese auf dem iPhone und fave, damit ich den Link später auch wiederfinde. Bei mehreren Hundert Favoriten, deren Sortierung lediglich über Chronologie erfolgt, ist es aber ziemlich schwer einen alten Link herauszusuchen. Aber genau dieses Nachhaltigkeitsproblem von Twitter hätte sich Delicious zu Nutzen machen können, ja müssen.

Zusätzlich zur Inbox hätte man eine Favbox einrichten können. Die alle Links aus meinen Twitter-Favoriten speichert. Als Beschreibungstext hätte man den Tweettext verwenden könnnen. Und die Tags könnte man bei bedarf von anderen Delicioususern für den jeweligen Links übernehmen. Das System könnte man natürlich auch in umgekehrter Reihenfolge einrichten. Alle Links die ich bei Twitter poste, könnten ebenso in einer Art Postausgang bei Delicious auftauchen. Es gibt zwar ein Firefox-Addon namens Tweecious, das diese Funktion bietet, aber ich finde das könnte Delicious ruhig selber übernehmen. Damit würde man eine Schwachstelle von Twitter nutzen und nicht wie jetzt (bei den related Tweets) sich in Abhängigkeit von Twitter begeben.

P.S. Übrigens finden nicht alle die Twitterintergration gut: Deliciousgründer, Joshua Schacter, hat am 4. August den folgenden Tweet abgesetzt: “i hate the delicious twitter integration (sharing != saving) but i like the new search a great deal.”

Man kann jetzt Links über den Karteikartenreiter “send” aus Delicious direkt an Twitter senden.

Das geht natürlich auch bei bereits angelegten Bookmarks. Leider kann man bisher scheinbar keinen URL-Shortener aussuchen. Es wird standartisiert http://icio.us verwendent. Da ich eigentlich bit.ly verwende um Klickstatistiken zu sammeln finde ich das unglücklich gelöst und bezweifel ob ich die neue Funktion nutzen werde.

Man kann jetzt Links über den Karteikartenreiter “send” aus Delicious direkt an Twitter senden.

Das geht natürlich auch bei bereits angelegten Bookmarks. Leider kann man bisher scheinbar keinen URL-Shortener aussuchen. Es wird standartisiert http://icio.us verwendent. Da ich eigentlich bit.ly verwende um Klickstatistiken zu sammeln finde ich das unglücklich gelöst und bezweifel ob ich die neue Funktion nutzen werde.

Bots & Baustellenprinzip

Der autopoiet hat in dem Post mal Teile unseres Arbeitsalltags im *mms festgehalten.

autopoiet:

Ein kurzer Werkstattbericht im Sinne der ↳“always beta”-Philosophie
(ein vollständiger Bericht folgt im ↳ePUSH-Blog, wenn das Vorhaben geglückt ist).

Das Problem ist schnell erklärt: Im ↳*mms steht neuerdings dank ↳Ole ein ↳Buzzer, an dem interessierte Studierende per Knopfdruck Antworten auf die ↳Frage des Tages geben können; weil wir die vermeintliche Grenze zwischen “Realität” und “Virtualität” ja bekanntlich nicht so rigoros ziehen (und in Folge dessen auch weitgehend derealisierungsangstfrei leben), funktioniert das Prinzip online wie offline. Zusätzlich informiert ein ↳Twitteraccount über die aktuelle Frage.

Der nächste Schritt lag auf der Hand:

Und was die Arbeit im fünften Stock so großartig macht: dass fixe Ideen schnell konkrete Formen annehmen:

Gesagt - getan. Zumindest den ersten Schritt:

Mit ↳“Yahoo Pipes” lassen sich RSS-Feeds erstellen, indem die Twitter-Suche nach definierten Begriffen gescannt wird (in unserem Fall: “@epush_buzzer”) und die Ergebnisse weiter gefiltert werden (beispielsweise nach unseren beiden Antwortoptionen: “ja” oder “nein”).

Die Feeds stehen jetzt also bereit und können als Input für eine (vermutlich) simple Routine genutzt werden, die Drupal interpretieren muss: IF “Feed=yes” THEN “+1 für JA” bzw. IF “Feed=no” THEN “+1 für NEIN”. Leider kenne ich Drupal nicht - die Baustelle braucht ↳Jonas oder entsprechend hilfreiche Kommentare.

Zusammengefasst und schnell visualisiert (es fehlen die roten Bereiche):