Expertenanhörung der Hochschulrektorenkonferenz

Seit gestern findet in Hagen eine “Expertenanhörung” der Hochschulrektorenkonferenz statt. Es geht dabei laut einen Blogbeitrag von Jan Schmidt (@janschmidt) um

“Erkenntnisse, Einschätzungen und Szenarien, wie Werkzeuge und Prinzipien des Web 2.0 möglicherweise auch in Hochschulen eingesetzt werden können.”

Die Anhörung wird sich laut Jan Schmidt an 9 Leitfragen zu den drei Themenbereichen Soziale Netzwerke, Wikipedia & Wikis sowie Reflexion der Partizipation an Web 2.0 orientieren. Im folgenden einige beispielhafte Leitfragen.

  • Welche Auswirkungen wird Web 2.0 auf die Hochschulstrukturen haben?
  • Wie wichtig sind die im Web 2.0 propagierten Prinzipien der Freiwilligkeit, Hierarchiefreiheit für das Funktionieren bzw. den Erfolg von Web 2.0-Angeboten?
  • Sind Auswirkungen des Web 2.0 auf wissenschaftliches Arbeiten zu erwarten?

Aus der Selbstbeschreibung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK):

freiwilliger Zusammenschluss der staatlichen und staatlich anerkannten Universitäten und Hochschulen in Deutschland. Sie hat gegenwärtig 257 Mitgliedshochschulen.

Über die Anhörung ist auf der offiziellen Website hrk.de keine Information zu bekommen. Dementsprechend bin ich weitgehend auf Blogs und Twitter angewiesen.

Von Thomas Bernhardt (@thbernhardt) habe ich die Info bekommen, dass die Anhörung vor der Kommission “Neue Medien und Wissenstransfer” stattfindet. Laut einen Kommentar von Jan Schmidt wird es auf Grundlage der Anhörung wird die HRK eine Empfehlung an die Hochschulen geben.

Ich habe mich dafür interessiert was die Kommission für Neue Medien und Wissenstransfer bisher für Visionen vom vernetzten Studium hat und bin dabei auf den Artikel Fernstudium heute an Universitäten von Dr. Helmut Hoyer gestossen und habe darin erfahren, dass die HRK-Kommission für Neue Medien und Wissenstransfer 2006 ein Szenario erarbeitet hat, das prototypisch am Beispiel der Studentin Anna zeigt, welche Möglichkeiten sich für Studieninteressierte und Studierende in Studienportalen in naher Zukunfter öffnen können.

Unter Anderem werden die folgenden Punkte aufgeführt:

  • Nutzung eines veranstaltungsspezifischen Lernraums mit
    Scripten und ergänzenden Materialien, auch Video- und Audiopodcasts
  • Erarbeitung von Referaten über Wikis
  • Virtuellen Semesterapparaten von der Hochschulbibliothek
  • Moderierten und unmoderierten Foren und Chats zu Veranstaltungen
  • Sammlung aller Artefakte des Studiums in einem ePortfolio
  • Nutzung von Instant Messaging für den Kontakt zu Kommiliton/innen und Tutor/innen

Klingt nicht gerade weltbewegend, aber 2006 habe ich ja schließlich auch noch für eine Niderlassung meine Uni in Second Life plädiert :-)

Am ersten Tag der Anhörung wurden die folgenden Projekte/Services vorgestellt.

Anmerkung am Rande: Es ist schon lustig, dass in den Leitfragen der Kommission immer wieder Facebook erwähnt wird, aber als Experte wird dann ein Vertreter von studiVZ als Experte eingeladen. StudiVZ sprüht ja nun nicht gerade vor Innovationen und wird auch gerne als Copycat bezeichnet und ist mit Abstand das geschlossenste System im Web 2.0 (keine richtigen Apps, immer noch keine Microbloggingverbindung nach draußen…. etc.) Jaja, ich weiß eines Tages wird der Buschfunk auch eine Twitteranbindung bekommen, ist klar.

Heute tragen unter anderem Jan Schmidt (@janschmidt), Thomas Bernhardt (@thbernhardt) und Frank Schulenburg (@fschulenburg) vor und fokussieren dabei die Wikipedia & Sicht die Wissenschaft.

Auf der anderen Seite des Netzes wird darüber diskutiert wie sich die Webauftritte von Unternehmen im Laufe der Zeit anpassen (müssen). Gestern bin ich auf einen Tweet von Klaus Eck (@klauseck) gestoßen:

der Abschied von der Unternehmenswebsite wird kommen #socialmedia als alternative http://ff.im/-4S8AN

Der Link führt zu Beitrag mit dem Titel Google ist Deine Homepage! (Noch) von Bastian Scherbeck (@achtung_social) und thematisiert den Wandel von Unternehmenswebsites

Je stärker die Nutzung der Social Media wächst […], umso eher werden Neuigkeiten und Informationen eben über das soziale Netzwerk der Freunde (und nicht mehr über eine Google-Suche) aufgenommen: Informationen von Freunden sind interessant, relevant und vertrauenswürdig – womit das Engagement in den (richtigen) Social Media in Zukunft auf der Agenda jeder Unternehmenskommunikation stehen muss!

Ist doch interessant, dass in dieser Hinsicht Unternehmen und Hochschulen vor ähnlichen Problemen stehen und so stellt sich mir natürlich die Frage wie es dann wohl mit Websites der Universitäten weitergehen wird.

Ich beende diesen Beitrag mit einem Kommentar von Basti Hirsch (@cervus) in dem oben erwähnten Blogbeitrag von Jan Schmidt:

Mir fällt dabei auf, dass die HRK von Web 2.0 in den Hochschulen spricht. Ich denke man sollte Web 2.0 an Hochschulen sagen. Warum? Weil es sich um kein geschlossenes System handelt, sondern angegliedert wird und über einzelne Hochschulen hinaus geht.[…]

Expertenanhörung der Hochschulrektorenkonferenz

Seit gestern findet in Hagen eine “Expertenanhörung” der Hochschulrektorenkonferenz statt. Es geht dabei laut einen Blogbeitrag von Jan Schmidt (@janschmidt) um

“Erkenntnisse, Einschätzungen und Szenarien, wie Werkzeuge und Prinzipien des Web 2.0 möglicherweise auch in Hochschulen eingesetzt werden können.”

Die Anhörung wird sich laut Jan Schmidt an 9 Leitfragen zu den drei Themenbereichen Soziale Netzwerke, Wikipedia & Wikis sowie Reflexion der Partizipation an Web 2.0 orientieren. Im folgenden einige beispielhafte Leitfragen.

  • Welche Auswirkungen wird Web 2.0 auf die Hochschulstrukturen haben?
  • Wie wichtig sind die im Web 2.0 propagierten Prinzipien der Freiwilligkeit, Hierarchiefreiheit für das Funktionieren bzw. den Erfolg von Web 2.0-Angeboten?
  • Sind Auswirkungen des Web 2.0 auf wissenschaftliches Arbeiten zu erwarten?

Aus der Selbstbeschreibung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK):

freiwilliger Zusammenschluss der staatlichen und staatlich anerkannten Universitäten und Hochschulen in Deutschland. Sie hat gegenwärtig 257 Mitgliedshochschulen.

Über die Anhörung ist auf der offiziellen Website hrk.de keine Information zu bekommen. Dementsprechend bin ich weitgehend auf Blogs und Twitter angewiesen.

Von Thomas Bernhardt (@thbernhardt) habe ich die Info bekommen, dass die Anhörung vor der Kommission “Neue Medien und Wissenstransfer” stattfindet. Laut einen Kommentar von Jan Schmidt wird es auf Grundlage der Anhörung wird die HRK eine Empfehlung an die Hochschulen geben.

Ich habe mich dafür interessiert was die Kommission für Neue Medien und Wissenstransfer bisher für Visionen vom vernetzten Studium hat und bin dabei auf den Artikel Fernstudium heute an Universitäten von Dr. Helmut Hoyer gestossen und habe darin erfahren, dass die HRK-Kommission für Neue Medien und Wissenstransfer 2006 ein Szenario erarbeitet hat, das prototypisch am Beispiel der Studentin Anna zeigt, welche Möglichkeiten sich für Studieninteressierte und Studierende in Studienportalen in naher Zukunfter öffnen können.

Unter Anderem werden die folgenden Punkte aufgeführt:

  • Nutzung eines veranstaltungsspezifischen Lernraums mit
    Scripten und ergänzenden Materialien, auch Video- und Audiopodcasts
  • Erarbeitung von Referaten über Wikis
  • Virtuellen Semesterapparaten von der Hochschulbibliothek
  • Moderierten und unmoderierten Foren und Chats zu Veranstaltungen
  • Sammlung aller Artefakte des Studiums in einem ePortfolio
  • Nutzung von Instant Messaging für den Kontakt zu Kommiliton/innen und Tutor/innen

Klingt nicht gerade weltbewegend, aber 2006 habe ich ja schließlich auch noch für eine Niderlassung meine Uni in Second Life plädiert :-)

Am ersten Tag der Anhörung wurden die folgenden Projekte/Services vorgestellt.

Anmerkung am Rande: Es ist schon lustig, dass in den Leitfragen der Kommission immer wieder Facebook erwähnt wird, aber als Experte wird dann ein Vertreter von studiVZ als Experte eingeladen. StudiVZ sprüht ja nun nicht gerade vor Innovationen und wird auch gerne als Copycat bezeichnet und ist mit Abstand das geschlossenste System im Web 2.0 (keine richtigen Apps, immer noch keine Microbloggingverbindung nach draußen…. etc.) Jaja, ich weiß eines Tages wird der Buschfunk auch eine Twitteranbindung bekommen, ist klar.

Heute tragen unter anderem Jan Schmidt (@janschmidt), Thomas Bernhardt (@thbernhardt) und Frank Schulenburg (@fschulenburg) vor und fokussieren dabei die Wikipedia & Sicht die Wissenschaft.

Auf der anderen Seite des Netzes wird darüber diskutiert wie sich die Webauftritte von Unternehmen im Laufe der Zeit anpassen (müssen). Gestern bin ich auf einen Tweet von Klaus Eck (@klauseck) gestoßen:

der Abschied von der Unternehmenswebsite wird kommen #socialmedia als alternative http://ff.im/-4S8AN

Der Link führt zu Beitrag mit dem Titel Google ist Deine Homepage! (Noch) von Bastian Scherbeck (@achtung_social) und thematisiert den Wandel von Unternehmenswebsites

Je stärker die Nutzung der Social Media wächst […], umso eher werden Neuigkeiten und Informationen eben über das soziale Netzwerk der Freunde (und nicht mehr über eine Google-Suche) aufgenommen: Informationen von Freunden sind interessant, relevant und vertrauenswürdig – womit das Engagement in den (richtigen) Social Media in Zukunft auf der Agenda jeder Unternehmenskommunikation stehen muss!

Ist doch interessant, dass in dieser Hinsicht Unternehmen und Hochschulen vor ähnlichen Problemen stehen und so stellt sich mir natürlich die Frage wie es dann wohl mit Websites der Universitäten weitergehen wird.

Ich beende diesen Beitrag mit einem Kommentar von Basti Hirsch (@cervus) in dem oben erwähnten Blogbeitrag von Jan Schmidt:

Mir fällt dabei auf, dass die HRK von Web 2.0 in den Hochschulen spricht. Ich denke man sollte Web 2.0 an Hochschulen sagen. Warum? Weil es sich um kein geschlossenes System handelt, sondern angegliedert wird und über einzelne Hochschulen hinaus geht.[…]

Posted 2 years ago

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